Lanze für die Armee gebrochen

Antrittsbesuch des neuen Regimentskommandeurs Oberst Johann-Peter Schmitz

Mechernich (pp). Der neue Standortälteste der Garnisonsstadt Mechernich und Kommandeur des Führungsunterstützungsregimentes 28, Oberst Johann-Peter Schmitz, machte heute seinen Antrittsbesuch bei Mechernichs Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick. Der nutzte die Gelegenheit, um die hohe Identifikation der Stadt am Bleiberg mit den hier seit mehr als 50 Jahren stationierten Bundeswehr-Einheiten zu dokumentieren.
Die Stadt Mechernich werde auch in Zukunft alles tun, um den Schulterschluss und die Solidarität der Kommune und ihrer Bürger mit den hier stationierten deutschen Streitkräften und ihren Angehörigen, Soldaten wie Zivilbeschäftigten, zu demonstrieren.
Das sagte Schick auch, um deutlich zu machen, dass die Stadt trotz Aussetzen der Standortdiskussion um "Lagerhaltung & Distribution" nicht lockerlassen werde, um die Streitkräftebasis einer erneuerten und modernisierten Bundeswehr über und unter Tage am Bleiberg zu halten.
Die Diskussion um Standortschließungen und Standortveränderungen solle am Bleiberg von der Stadt konstruktiv begleitet werden, so Schick: "Ausschlaggebend für die diesbezüglichen Entscheidungen werden schlussendlich militärische und finanzielle Überlegungen sein, aber, was wir als Kommune und Garnisonsstadt tun können, das werden wir tun."
Er, so der Bürgermeister zu Oberst Schmitz, stehe nicht nur mit den am Bleiberg stationierten Einheiten in Verbindung, sondern auch mit höher rangigen Militärs und Politikern, aber auch mit der Personalvertretung der Zivilbeschäftigten vor Ort in Mechernich. Er wolle und werde Einfluss zu nehmen versuchen für eine Sicherung des Bundeswehrstandorts Mechernich. Letztendlich entschieden werde in Berlin und Bonn.
Als im Herbst vergangenen Jahres durch den Kreispolitiker Hans Reiff vor Ort bekannt wurde, dass eine schnelle Privatisierung des Bundeswehr-Nachschubs politisch auf Eis gelegt ist, hatte Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick bereits vor vorschneller Euphorie gewarnt und gesagt: "Das ist ein Aufschub, aber keine Entwarnung!" Die Bundestagsabgeordnete Gabriele Molitor sagte damals allerdings: "Mechernich besitzt in allen Entwicklungsvarianten Priorität"

Der Mechernicher Bürgermeister hofft, dass das Bundeswehrdepot am Bleiberg über- und unter Tage nicht nur im seinerzeit fortgeschriebenen "Optimierten Eigenmodell" Bestand behält, sondern auch bei einer Weiterverfolgung für das Modernisierungsprojekt ÖPP (Öffentlich-Private Partnerschaften).

Letzte Änderung: Donnerstag, 04.08.2011 12:29 Uhr

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