Dem Kaufhof-Geschäftsführer Hans-Peter Neußer sei die Auszeichnung des Einzelhandelsverbandes gegönnt. Wir werten solche Auszeichnungen als einen notwendigen und richtigen Schritt. Es ist schlicht verdienstvoll, wenn man auch auf dieser Ebene die Folgen der Demografie in den Blick nimmt.
Allerdings gehört dann auch zur Darstellung und es muss uns auch erlaubt sein darauf hinzuweisen, dass wir seit Jahren vergeblich beim Kaufhof die fehlenden barrierefreien Eingänge fordern. Wir haben uns in all den Jahren mehrfach im, Interesse der mobileingeschränkten Menschen gemeldet. Schon als vor deutlich mehr als einem Jahrzehnt Wolfgang Schmidt noch im Kaufhof Verwaltungschef war und dann auch in der Folge wurde unsere Forderung als begründet anerkannt und immer wieder Abhilfe versprochen. Weil aber nichts geschah, bekam schon im Dezember 2008 die damalige Leiterin des Kaufhofs von uns die von der "Aktion Mensch" herausgebrachte Litfaßsäule "Behindert wird man" überreicht.
In all den Jahren gab es immer wieder beim Kaufhof Modernisierungsoffensiven in zum Teil sechsstelligen Zahlen an Euro, aber scheinbar galt dann bei der Umrüstung oder Modernisierung vorrangig nur der Vorbehalt der Wirtschaftlichkeit. Eine Umrüstung der Eingangstüren für mobileingeschränkte Personen gab es nie. Neußer sollte jetzt auch einen Preis für die "pfiffigste Idee" bekommen. Wenn mobileingeschränkte Menschen nämlich eintreten wollen, können sie mit einer neuen Klingel die Hilfe beim Eintritt durch einen Mitarbeiter anfordern.
Hans Burggraf
Seniorenverband BRH
Euskirchen
